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Die US-Pornoindustrie verlangt Staatshilfe

Nicht, dass die Pornoproduzenten tatsächlich Not leiden würden. Vermutlich ist das die einzige Branche, die immer laufen wird. Aber angesichts der wettbewerbsverzerrenden, milliardenschweren Staatshilfen für selbstverschuldet in Not geratene Banken und Automobilhersteller scheint es nur fair, der (nach Eigendarstellung) für Funktion und Lebensfreude der Gesellschaft unentbehrlichen Porno-Industrie ebenfalls unter die Arme zu greifen. Gefordert wird ein Betrag von 5 Milliarden, was vergleichsweise bescheiden ist. [dpa]
 
Kommentar:  Einer der Wortführer dieser Aktion ist Larry Flynt, Herausgeber des Hustler, der sich schon seit Jahren mit immensen Wahlkampfspenden gegen Bush und für die Demokraten stark gemacht hat. Das Ganze soll also vermutlich vor allem ein (durchaus ernst gemeintes) Signal an den Staat sein. Die Vorstellung, dass Leute, die ihre völlige Unfähigkeit bewiesen haben, Milliarden in den Arsch geblasen kriegen, während die hart arbeitende Bevölkerung immer weniger Geld zur Verfügung hat, (u. a. eben auch für die Erotik) ist unerträglich.
 
 
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ist eigentlich nur, wieviel unglaubliches sich täglich ereignet, und niemand wundert sich mehr darüber.