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Die verzweifelte Suche nach Kinderpornos
Überall hört man von diesen Kinderpornos. Das Internet muss dringend gesperrt werden, weil es offenbar total damit verseucht ist.
Sagen zumindest einige Politiker und profilieren sich auf diese Weise bei Altersheimbewohnern und selbsternannten Kinderschützern. Aber mal ehrlich, wo sind sie denn, diese fiesen Kinderpornos? In 15 Jahren exzessiver Internet-Nutzung ist mir nicht ein einziges Mal einer begegnet.
Im Rahmen meiner journalistischen Tätigkeit habe ich dann gezielt danach recherchiert. 14 Tage lang. Ich verwendete unter anderem gehackte Sperrlisten einiger Nachbarländer. Selbst auf diesen Listen angeblicher Kinderpornoseiten fand ich nicht einen einzigen wirklichen Kinderporno!!!
Was da gesperrt wird, sind, neben überwiegend ganz normalen Pornos, Seiten wie die im Bild gezeigte. Junge Models, deren Alter ich irgendwo zwischen 16 und 25 schätzen würde. Auf jung getrimmt mit Zahnspangen, grässlich bunten Haarklemmen und Schuluniformen treiben sie dann neckisch harmlose Spiele, die offenbar die Fantasie schmutziger alter Männer beflügeln sollen.
Aber, ich wiederhole die Frage: Wo sind sie denn, die Kinderpornos? Die grässlichen Vergewaltigungen von Kleinkindern, die unzähligen Opfer, die angeblich immer zahlreicher und immer jünger werden. Die verbrecherischen Webseiten, die angeblich Millionenumsätze machen. Im frei zugänglichen Netz sind sie jedenfalls nicht. Was will man also sperren???
Lassen wir uns nicht ins Bockshorn jagen von profilneurotischen Politikern, die mit dieser gezielten Hetzkampagne gegen das Internet nur die Zensur wieder einführen wollen. [clickpix]
Kommentar: Bekämpft Missbrauch dort, wo er tatsächlich stattfindet: Nämlich überwiegend daheim, im Kreis der Familie, sowie, wie wir jetzt erfahren mussten, in religiösen Institutionen. Aber lasst die Finger vom Internet!
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Unglaublich ist eigentlich nur, wieviel unglaubliches sich täglich ereignet, und niemand wundert sich mehr darüber.
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