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Unglaublich-Archiv
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Kinderhilfe, das sind doch die Guten, oder?Die helfen den Kindern. Oder? Der Witz ist ja der: Kommerzielle Produkte unterliegen natürlich den Wettbewerbs- und Verbraucherschutz-Bestimmungen, was zur Folge hat, dass, wenn zB. irgendwo "Käse" draufsteht, auch Käse drin sein muss. Ganz anders aber bei Vereinen; - die können sich letztlich nennen wie sie wollen. Eine Gesetzeslücke, die längst aufgefüllt wurde von lobbyistischen Interessenverbänden, Geschäftemachern und Geldwäschern.
Wo da jetzt die "Kinderhilfe" einzuordnen ist, werde ich, angesichts der Abmahnwellen, mit denen sie das kritische Internet überzieht, hier nicht beantworten. Tatsache ist, dass der Dachverband "Deutscher Spendenrat" die Kinderhilfe ausgeschlossen hat, und dass diese, um weiteren Sanktionen vorzubeugen, freiwillig auf ihre Gemeinnützigkeit verzichtete. Sie besteht übrigens aus 8 aktiven Mitgliedern (7 sind notwendig um einen Verein zu gründen!) und ca. 25.000 nicht stimmberechtigten, "fördernden" (das heißt zahlenden) Mitgliedern. Dummheit ist halt nicht verboten, Dumme um sich versammeln auch nicht. Darüber hinaus ist sie eng mit einer GmbH für Mehrwertprogramme, Kundenkarten und Zeitschriftenabonnements verflochten, deren Produkte sie auch zumindest indirekt bewirbt und vertreibt. Also wird die Kinderhilfe jetzt wieder die Straßen unsicher machen, und zwar kein Geld, aber Unterschriften sammeln. Wie das geht? Genau wie beim Geldsammeln: "Lieben Sie Kinder? Dann unterschreiben Sie mal HIER ...". Mit 25.000 willfährigen Helfershelfern und dem Schreckgespenst "Kinderporno" sollte man doch binnen kürzester Zeit mehr Unterschriften sammeln können als diese Internet- und Hackerbrut! Und anschließend mit einem Rundumschlag Kinderporno, Blogs, Foren, Tauschbörsen, Freeware und anderen Schmutz aus dem Internet fegen. Kommentar: Eine Hand wäscht die andere. Auch die Zensursula ist ja eng verwoben mit pseudogemeinnützigen Lobbyvereinen wie zB. Jugendschutz.net. Letztere zensieren schon lange das Internet; - mit einer ganz subtilen Methode: Sie treten quasi als Behörde auf (tatsächlich ist es eine GmbH ohne jegliche Befugnisse) und drohen einfach nur, ganz subtil und dabei wild mit Paragraphen um sich werfend, die sie vermutlich selber nicht verstehen. Dennoch: die meisten Webmaster geben klein bei und entfernen die monierten Inhalte oder geben gar ihre Domains auf. Rechtlich ist das dann natürlich nicht angreifbar. Und es dient ja auch dem "Heil unserer völkischen Jugend", die vor den Anfeindungen eines liberalen und demokratischen Internets geschützt werden muss.
Hintergrundinfos bei Welt.de und beim Spiegelfechter.com
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