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Das FDP-Jobwunder[15.03.2010]
Die FDP macht den anderen Parteien jetzt vor, wie man Jobs schafft. Nein, nicht etwa für's Fußvolk. Da ist die Arbeitslosigkeit, seit Amtsantritt der schwarzgelben Koalition, eher gestiegen. Vielmehr wird gezeigt, wie man Parteifreunde in Amt und Würden unterbringt, mit gut dotierten Posten versorgt, notfalls gar neue solche schafft, ob die nun gebraucht werden oder nicht.
Vorreiter bei diesem FDP-Jobwunder ist Dirk Niebel, unser neuer Entwicklungshilfe-Minister von Westerwelles Gnaden. Die ganze Absurdität zeigt sich schon daran, dass man das Entwicklungshilfeministerium eigentlich abschaffen wollte. Jedenfalls, so lange da SPD-Politiker und anderes linkes Pack untergebracht waren. Dies war eines der Wahlversprechen. Jetzt aber, wo es in die Hände der FDP "gefallen ist", wird es nicht etwa abgeschafft, nein es werden nicht mal Jobs gestrichen. Im Gegenteil.
Der FDP-Geschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz bekommt in genanntem Ministerium einen hochdotierten Beamtenjob als Staatssekretär. Dass er von Entwicklungshilfe und Außenpolitik keine Ahnung hat, wen schert's. Der FDP-Militärberater Oberst a.D. Friedrich Eggelmeyer wird gar Abteilungsleiter, und kann dann wohl zukünftig wertvolle Dienste bei der Aufrüstung der dritten Welt leisten. Und auch die verdiente Parteifreundin Gudrun Kopp wurde als Staatssekretärin untergebracht.
Und weil die vorhandenen Posten nicht ausreichen, um alle Freunde unterzubringen, wurden noch 20 neue Stellen geschaffen. Zahlt ja der Steuerzahler.
Fairerweise muss man sagen, dass diese Selbstversorgungspraxis parteiübergreifend üblich ist. Insgesamt will die neue Regierung fast 1000 neue Stellen in den Ministerien und Bundesbehörden schaffen. Die Bürokratie ist halt eine mehrköpfige Hydra. Für jeden abgeschlagenen Kopf/Posten wachsen zwei neue nach. Sparen und rationalisieren muss man dann halt beim nicht beamteten Fußvolk. [clickpix]
Kommentar: Scheinbar wird es immer schwieriger, die vielen "Leistungsträger" im Land unterzubringen und "angemessen" zu vergüten. Aber die FDP, als selbsternannte Partei der Leistungsträger, zeigt ja, wie's geht.
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Unglaublich ist eigentlich nur, wieviel unglaubliches sich täglich ereignet, und niemand wundert sich mehr darüber.
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