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Der große Coup mit der Kinderpornografie[21.04.2009]

Früher waren es Christen und Juden, heute ist es die Kinderpornografie, mit der die Massen emotionalisiert und manipuliert werden. Die alten Römer behaupteten einst, die Karthager würden ihre eigenen Kinder fressen, um ihnen den Krieg erklären zu können. Und heute wird dem Internet der Krieg erklärt: Es beherbergt widerliche Pädophile und grauenvollsten Kindersex. Und alle jene, die noch nie in ihrem Leben im Internet waren, rufen "Hurra, hurra, erklärt dem Internet den totalen Krieg!"
    Und dann wird mit einem genialen Rundumschlag eine faschistoide Zensur jenseits jeder rechtsstaatlichen Kontrolle etabliert und alle Welt klatscht Beifall.
 
Mal ehrlich: Ich bin seit fast 10 Jahren täglich viele Stunden im Internet. Mir ist noch NIE NIE NIE irgendwo Kinderpornografie untergekommen. Natürlich gibt es Kindesmissbrauch, das kann und darf niemand bestreiten. Der findet aber nicht im Internet statt, sondern in den heimischen Schlafzimmern. Nur, - das will offenbar niemand so wirklich wissen. Und die Schlafzimmer kann man ja auch nicht einfach wegzensieren. Die Wahrheit dagegen schon.
    Okay, es mag ja auch sein, dass es im Internet tatsächlich irgendwo geheime Pädophilen-Zirkel gibt, die noch geheimeres Material austauschen. Das weiß dann aber niemand, weil es nämlich geheim ist. Bis dann mal wieder einer von der Staatsanwaltschaft, mit großem öffentlichen Brimborium, ausgehoben wird. Was ja auch gut so ist. Aber öffentliche Beiträge, gar kommerzielle Websites mit Kinderporno, die zensiert werden könnten? Das ist völliger Unfug. Angesichts der Selbstzensur von Suchmaschinen und auch Pornoanbietern (die durchaus so etwas wie einen Ehrenkodex haben) könnte so eine Seite immer nur als illegaler Geheimtipp dahinvegetieren.
 
Und überhaupt: Wenn dem BKA und der Regierung tatsächlich auch nur ein einziger Server mit Kinderpornografie bekannt wäre, dann müsste dieser Server ausgehoben werden, Spuren gesichert werden usw. Die rechtlichen Grundlagen dafür gibt es in ca. 98 Prozent aller Länder dieser Welt. Stattdessen ein Stoppschild davor aufzustellen, ist nicht nur absurd, es kommt dem Tatbestand der Verschleierung und Strafvereitelung gleich. Aber eben darum geht es offenbar.
    Die Kinderpornografie ist der Politiker liebstes Kind, weil sich damit umfangreiche Zensur rechtfertigen lässt. Dafür kann man sie auch schon mal fördern bzw. verschonen. Ein Schild vor den Verbrechern aufstellen, damit sie in Ruhe weiter agieren können und außerdem alle sehen können, wie wichtig die Zensur doch ist. Und alle unliebsamen und kritischen Seiten werden gleich mit "weggemacht". Kann ja keiner kontrollieren. Und ist doch halt leider notwendig. Genialer Coup. Respekt an Zensursula, die mit diesem genial gewählten Wahlkampfthema mal wieder alle Stammtisch-Wähler über den Tisch zieht.
 
[ Autor/Uploader: Pete Zovirax ]
 
Kommentar:  Ich wäre wirklich problemlos in der Lage, die lächerlich "leyen-hafte" Stoppschild-Sperre zu überwinden. Mein Problem ist, dass ich noch nie irgendwo Kinderporno gesehen oder gefunden habe, ganz egal wie verzweifelt ich danach suche. Was mache ich falsch? Wo das Internet doch offenbar total verseucht ist, mit solchem widerlichen Zeug. Und ich bin im Suchen und Recherchieren eigentlich ziemlich gut. Wenn ich auch sonst nix kann ...
 
Hintergrundinfos bei Rettet-das-Internet.de
 
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