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Auch Außenminister kann man mieten[09.03.2010]

Nicht nur Ministerpräsidenten wie Jürgen Rüttgers werden per Preisliste angeboten, frei nach dem Motto Rent a Ministerpräsident. Auch gegen den Außenminister Guido Westerwelle werden jetzt entsprechende Vorwürfe erhoben.
Außenminister Guido Westerwelle
Westerwelle (c) warping.org
Guido macht das allerdings viel eleganter. Er gewährt seine Gunst netten Menschen, die zB. zuvor an seine Partei gespendet haben. Dadurch gibt es keine Preisliste und keinen Vertrag, und es kommt sogar noch viel mehr Geld rein, da der Meistbietende den Zuschlag erhält.
 
So darf zB. Ralph Dommermuth, Chef von "United Internet", den Außenminister auf seiner Südamerikareise begleiten, nachdem er zuvor 48.000 Euro an die FDP gespendet hatte. Was natürlich in keinerlei Zusammenhang steht!
 
Cornelius Boersch, Chef von "Mountain Partners Group", begleitete Westerwelle Anfang des Jahres bei seiner Tour durch Japan und China. Eine Einführung am "Chinesischen Hof" ist natürlich ein bisschen teurer. Er spendete bislang 160.000 Euro an die FDP.
 
Und selbstverständlich macht der Guido auch Werbung für "nette Menschen". Besonders nett sind zB. Hoteliers, denn die haben Millionenbeträger rüberfließen lassen (siehe FDP-Spendenskandal). Und so eröffnete er kürzlich ein internationales Luxushotel in Bonn. Natürlich nicht als Außenminister, sondern als Bonner Wahlkreisabgeordneter, logo. Das ist ja gewissermaßen seine Pflicht, inklusive der lobenden Worte. Und dafür hat er auch keinerlei Geld bekommen, wenn man vorangegangene Spenden mal unberücksichtigt lässt. [Spiegel]
 
Kommentar:  Es wäre natürlich ziemlich böswillig, aus diesen völlig zusammenhanglosen Ereignissen sowie der Politik der letzten 20 Jahre zu schließen, dass Politik käuflich wäre. Wer kommt denn auf sowas?
    Es ist halt nur so, dass die Leute genau das bekommen, was sie wählen, und zwar völlig verdient!
 
Siehe Rent a Ministerpräsident und FDP-Spendenskandal
 
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ist eigentlich nur, wieviel unglaubliches sich täglich ereignet, und niemand wundert sich mehr darüber.