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Atomlobbyist Wolfgang Clement wirbt für FDP[15.04.2010]

Nachdem ein Parteiausschlussverfahren gegen SPD-Minister Wolfgang Clement gescheitert war (er hatte davon abgeraten, seine eigene Partei zu wählen), war er dann selber ausgetreten.

Clement (c) warping.org
Nur folgerichtig, denn seine Geschäftsinteressen als Lobbyist für Atomenergie und Billig-Leiharbeit lassen sich in der SPD nach Schröder nicht mehr verwirklichen.
 
Ebenso folgerichtig also, dass er jetzt, als parteiloser Minister, offen Werbung für die FDP macht, der einzigen Partei, in der man sich nicht schämen muss, gut bezahlter Wirtschaftslobbyist zu sein, sondern offen zu seiner "Käuflichkeit" stehen kann. So unterstützte er 2009 FDP-Chef Westerwelle mit einer großformatigen Zeitungsanzeige, und jetzt hielt er einen Vortrag vor dem "Forum Liberal" in Münster. [Die Welt]
 
Kommentar:  Ich glaube es gibt kein anderes Land auf der Welt, in dem Politiker sich so hemmungslos mit Beraterjobs und sogenannten Aufsichtsrats- und Vorstandsposten bereichern können und dürfen, obwohl jeder weiß, dass das nur eine elegante Form von Korruption ist.
 
Siehe auch Berater-Jobs und Gegen die eigene Partei
 
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ist eigentlich nur, wieviel unglaubliches sich täglich ereignet, und niemand wundert sich mehr darüber.