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Das Bedauern des Präsidenten[17.12.2011]
Wenn ein pleitegegangener Unternehmer sein Vermögen schnell noch seiner Frau überschreibt, dann ist das Betrug.
Wenn aber ein reicher Unternehmer einem bekannten Politiker über seine Frau einen günstigen Kredit zukommen lässt, dann ist eigentlich nur "bedauerlich, dass dadurch ein falscher Eindruck entstehen konnte" ...

Christian Wulff (c) warping.org |
Was lernen wir daraus? Wenn eine Küchenhilfe in eine alte Bulette beißt, wird sie entlassen. Wenn aber ein Spitzenpolitiker zig Tausende von sogenannten "Freunden" annimmt, dann ist offenbar nur bedauerlich, dass das womöglich dem Ansehen des Amtes schadet. Letzteres der häufigste Rücktrittsgrund. Nicht etwa, dass man Fehler gemacht hätte, vielmehr möchte man ganz aufopferungsvoll Partei und Amt aus negativen Schlagzeilen heraushalten.
Aber selbst wenn Wulff zurücktritt, bleibt er uns nicht erspart: Er wird dem Steuerzahler ein Leben lang auf der Tasche liegen, Bezüge, Büro, Dienstwagen und Personenschutz gelten lebenslang, ganz egal was passiert. [clickpix]
Kommentar: Entschuldigungen von Politikern gehören mit zum Aufschlussreichsten, was uns die politische Szene zu bieten hat: Man bedauert nicht, was man getan hat, sondern man bedauert, dass ein ungünstiger Eindruck dadurch entstanden ist. Das allerdings tut einem dann voll leid ...
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Unglaublich ist eigentlich nur, wieviel unglaubliches sich täglich ereignet, und niemand wundert sich mehr darüber.
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