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Whisky ist Lebenswasser

Wer wollte ernsthaft daran zweifeln. Dennoch soll es hier, für alle blutleeren Alkohol-, Genuß- und Spaßverweigerer, auch linguistisch-wissenschaftlich dokumentiert werden. Stammt das Wort Whisky doch vom gälischen "Usquebaugh" (auch uisge beatha, uisce beathadh) ab, und eben das heißt LEBENSWASSER.
Während die französischen "Gallier" angesichts der römischen Weinkultur alsbald ihre lauwarme Cervisia satt hatten, blieb den keltisch-gälischen Völkern auf der Insel aus geographischen Gründen gar nichts anderes übrig, als weiterhin Getreide zu vergären. Wein mag keinen Regen. Und so wurde eben auch genau dort die hohe Kunst der Herstellung des Lebenswassers entwickelt, gewissermaßen der heilige Kelch der Kelten. Und "Uisgebo" schliff sich im Lauf der Zeit ab zu Whiskey.
 
Weil die gälischen Völker neben hoher Alkoholkultur auch eine hohe Streitkultur haben, und Iren und Schotten sich nicht ausstehen können, ließen die geizigen Schotten kurzerhand ein "e" weg, also Whisky. Das spart Druckerfarbe und verhindert Verwechslung mit irischen Produkten.
    Ihr Geiz offenbart sich allerdings nicht nur beim "e", sondern auch bereits in der Herstellung. So verwendet man ausschließlich alte, gebrauchte Eichenfässer, also jene, die andere Brennereien längst aussortiert haben. Schließlich wird die vermälzte Gerste noch über preisgünstigem Torffeuer gedarrt, was den typischen Rauchgeschmack des schottischen Whiskys ausmacht. Daran (und am fehlenden e) kann auch der Laie Scotch von Bourbon (amerikanischer Mais-Whiskey) unterscheiden. Muffig, holzig, rauchig. Und der Zeitgeist machte aus diesem geizbedingten "Manko" schließlich Stil.
 
Obwohl Scotch heute populärer ist als irischer Whiskey, können die Iren dennoch für sich in Anspruch nehmen, ihn "erfunden" zu haben. Dort soll es bereits im 11. Jahrhundert erste Destillerien gegeben haben. Erstmals schriftlich erwähnt wird er aber im 15. Jahrhundert, und zwar als "Aqua Vitae" also lateinisch Lebenswasser. Die Amerikaner übernahmen übrigens Herstellungsmethode wie auch Schreibweise von den Iren, also "Whiskey".
 
[ Autor/Uploader: Sterntaler ]
 
Kommentar:  Mir fällt dazu ein Zitat aus einem amerikanischen Roman (ich glaube "Jagdzeit" von James Clavell) ein, das ich hier mal sinngemäß wiedergebe:
    "Drei Dinge braucht ein Mann am Ende eines Tages: Ein Glas Whiskey, ein 500g T-Bone-Steak, und ein Bett (mit einem hübschen jungen Mädchen darauf)."
 
Dito, alles andere ist überflüssiger Schnickschnack.
 
Siehe auch Absinth
 
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