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Xmas-News
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Wer zum Teufel ist überhaupt dieser Weihnachtsmann,was will er von uns, und warum kommt er ausgerechnet immer an Heiligabend, wo doch eh schon soviel Stress ist? An dieser Stelle versuche ich jetzt mal eine systematische Aufarbeitung und Zusammenfassung all dieser drängenden Fragen, die hier teilweise schon in älteren Artikeln behandelt wurden. Es folgt also gewissermaßen ein ultimativer Meta-Weihnachtsmannforschungs-Artikel, der keine Fragen mehr offen lässt.
Seinen Anfang fand das ganze Elend mit den heiligen drei Königen, die um die halbe Welt gewandert waren, um einem Kind Geschenke zu überbringen. Interessanter Weise taten sie dies exakt zu Christi Geburt, also quasi an Weihnachten. Das war zwar zunächst noch überwiegend so Zeugs, was kein normaler Mensch brauchen kann, Balsam, Myrrhe und dergleichen, aber damals waren die Leute auch noch nicht so anspruchsvoll, und Spielekonsolen gab es halt noch nicht. In jedem Fall ist hier das klassische Vorbild für die Geschenketradition zu sehen, und in Spanien zB. ist bis heute üblich, dass Weihnachtsgeschenke erst am 6. Januar - quasi von den drei Königen - gebracht werden (siehe Weihnachten International). Ca. 300 Jahre später tauchte dann der heilige Nikolaus auf. Er war Erzbischof von Myra (siehe Nikolaus), gilt als Schutzherr (u. a.) der Kinder, und soll den Armen Geschenke gemacht haben. Es ist zu vermuten, dass er seinem Amt entsprechend rote Kleidung und einen langen Bart trug, so dass eine erste konkrete Parallele zum heutigen Weihnachtsmann zu sehen ist. In Holland und den Angelsächsischen Ländern heißt er deshalb auch bis heute Santa Claus (Sintaklaas), während es in Deutschland eine diffuse Unterscheidung zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann gibt, die wohl dadurch zu erklären ist, dass der Weihnachtsmann, zusätzlich zum bereits bestehenen Nikolaus, aus Amerika reimportiert wurde und jetzt ein gewissermaßen schizophrenes Dasein fristet. Eindeutig auf diesen Kobold geht auch die merkwürdige Angewohnheit zurück, durch den Schornstein in die Häuser einzudringen. Allerdings brachte er dabei keine Geschenke, sondern erwartete vielmehr einen reichlich gedeckten Tisch vorzufinden, quasi als "Schutzgeld". Anderfalls war seine Laune und die Folgen gar fürchtlich. Trotz dieser nur bedingt sympathischen Eigenschaften und Angewohnheiten hat dieses Wesen aber wohl eine ganze Reihe von Dichtern und Künstlern, nicht nur im hohen Norden, inspiriert. Und ehrlich gesagt kann ja auch unser Weihnachtsmann ziemlich griesgrämig werden, sofern wir nicht brav waren (ich spreche aus Erfahrung)!
Dass an diesem Tag Christi Geburt gefeiert wird, muss man nicht erwähnen (auch wenn natürlich kein Mensch weiß, wann der nun tatsächlich geboren wurde, siehe Christi Geburt). Das konkrete Datum des 24. wiederum kann man vermutlich an der Wintersonnenwende festmachen (siehe Jahreszeiten), die schon bei den alten Germanen ein großes Fest war. Die frühen Christen pflegten ihre Feiern immer gerne auf solche Daten zu legen, zum einen, um alten heidnischen Bräuchen den Garaus zu machen, zum anderen, weil so niemand bemerkte, dass sie selber eigentlich keine Ahnung hatten, wann und was bei ihnen los gewesen sein soll. Siehe auch Weihnachts-Irrtümer
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ist eigentlich nur, wieviel unglaubliches sich täglich ereignet, und niemand wundert sich mehr darüber. |
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