Fußball-EM 2008

 
 
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Zitate

Zum Endspiel Deutschland Spanien:

Zeitweise kam es mir so vor, als wenn die flinken kleinen Iberer ständig vor und zurückflitzten, alldieweil die Deutschen Jungs fassungslos in der Mitte standen und dumm aus der Wäsche guckten. Irgendwann hatten sie dann gar nicht mehr versucht, überhaupt noch mitzulaufen.
    Nur gut, dass unser Lehmann bei all dieser Bewegungs- und Hilflosigkeit in seinem Tor blieb (bleiben musste). Das immerhin verhinderte die totale Demütigung. Daumen hoch für den alten Lehmann, der wirklich (fast) alles hielt, was gehalten werden konnte!
 
- "Ich habe Michael Ballack gesagt, dass wir wohl noch etwas warten müssen, bis wir ganz doll feiern können."
 
    Angela Merkel [fußballbegeisterte Kanzlerin]
 
Da hat die Dame wohl die WM 2010 vor Augen. Hoffen wir mal, dass sie da nicht mehr im Amt ist, dann klappts beim Spielen vielleicht auch wieder besser. Das meine ich jetzt ganz unpolitisch, aber ihre melancholische Verschlafenheit scheint einfach ansteckend ...
 
- "Eigentlich bin ich nur wegen der kostenlosen Karte hier."
 
    Enrique Iglesias [singender Mädchenschwarm]
 
War ja klar, dass diese Schwuchtel kein richtiger Spanier ist. Später hat er seine Aussage aber nachgebessert: er würde hier überhaupt nur auftreten, weil er auf diese Weise eine Karte bekommt. Ist ja auch egal, ist wie Henne und Ei ...
 
- "Jetzt würde der Trainer Frings den Spieler Frings auf jeden Fall aufstellen."
 
    Torsten Frings [verletzter Nationalspieler]
 
Ach, der Frings leitet wohl schon klammheimlich seine zukünftige Trainerkarriere ein. Wie auch immer, seine Aufstellung ist ja erfolgt, genutzt hat sie aber auch nichts.
 

Zum Spiel Deutschland Türkei:

- "Schweini gehabt"
 
    Blick [Schweizer Zeitung]
 
Wohl wahr ...
 
- "90 Minuten lang haben wir die Deutschen zerquetscht"
 
    Fanatik [Türkische Sportzeitung]
 
Ach, wie wollen die Türken denn deutsche "Panzer" (ich zitiere bloß) zerquetschen? Den Deutschen war bloß das Benzin ausgegangen, aber sie konnten immer noch schießen ...
 
- "Das Team wirkte wie eine seelenlose Maschine"
 
    As [Spanische Sportzeitung]
 
Ach, was soll dieser Quatsch mit Maschinen, Panzern und Seelenkram, unsere Jungs haben einfach grottenschlecht gespielt, das streiten sie auch selbst nicht ab ...
 
- "Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnen immer die Deutschen."
 
    Gary Lineker [englischer Spieler a.D.]
 
Das ist allerdings unfair, das kann ich nachvollziehen ;-)
 
- "Wir waren vielleicht die besseren Türken"
 
    Jens Lehmann [uns' Torwart]
 
Genau, jetzt kann die Türkei mal sehen, wie das ist, wenn man 90 Minuten lang schlecht spielt, und dem Gegner dann, wenn er kurz vor Schluss gerade am Einschlafen ist, schnell noch ein paar Tore reinjubelt ;-)
 
- "Deutsche gegen Türken? Das kannte man bislang nur aus dem Sommerschlussverkauf."
 
    Ingolf Lück [Sportlicher Comedian]
 
Also das kann man jetzt aber nicht vergleichen. Schlussverkäufe sind Frauensache, und unter Frauen gehts erfahrungsgemäß wesentlich härter und unfairer zu als unter Männern ;-)
 
- "Bei aller Vorfreude: Wenn Deutschland auf die Türkei trifft, werden auch schlimme Erinnerungen wach. Die Hochzeit von Gülcan und Sebastian Kamp zum Beispiel."
 
    Oliver Welke [zum Comedian abgestiegener Sportreporter]
 
Neben solchen erschütternden und erschreckenden Beispielen gibt es ja aber auch positive Seiten des Multikulti. Wenn junge Ausländer zB. mithelfen, unser Rentnerproblem zu lösen ;-)
 
- "Sie sind unberechenbar und dadurch auch gefährlich."
 
    Jogi Löw [uns' Trainer]
 
- "Gegen die Türkei darfst du erst aufhören zu spielen, wenn deren Spieler im Bus sitzen."
 
    Reiner Calmund [Deutschlands populärster Ex-Manager]
 
- "Es reicht nicht, nur darauf aufzupassen, dass sie in den letzten fünf Minuten kein Tor schießen."
 
    Thomas Hitzlsperger [National-Spieler]
 
- "Die Türkei ist eine verrückte Mannschaft"
 
    Christoph Metzelder [National-Spieler]
 
Okay, Verrückten soll man immer recht geben. Aber heißt das auch, dass man sie gewinnen lassen muss? Im Nachhinein muss ich jetzt aber einräumen, dass sie nicht nur verrückt sind, sondern eindeutig besser gespielt hatten als unser deutscher Haufen!
 

Diverses:

- "Ich begrüße sehr, dass die Freundinnen im Hotel sind und ich früher ins Bett gehen kann."
 
    Philipp Lahm [kuschelfreudiger Nationalspieler]
 
Klar, da entfällt der Stress mit dem abendlichen Aufreißen in der Disco. Aber ob früher ins Bett gehen auch tatsächlich mehr Schlaf bedeutet?
 
- "Natürlich verrate ich keine Taktik oder Aufstellung, aber ich könnte es auch gar nicht. Ich trainiere immer so, dass ich selbst nicht weiß, wer spielt."
 
    Otto (Rehhakles) Rehhagel [Griechentrainer]
 
Wenn ich das jetzt richtig verstehe, heißt das so viel wie "Isch habbe gar keine Taktik" ?
 
- "Ein Rippenbruch ist schon schlimmer als eine Tätowierung."
 
    Torsten Frings [tätowierter Nationalspieler]
 
angesprochen darauf, ob er durch seine zahlreichen Tattos nicht hart im nehmen sei.
 
- "Ich muss so langsam sprechen wie die spielen."
 
    Günter Netzer [Fußball-Saurier und ARD-Experte]
 
beim Kommentieren des Spiels Griechenland gegen Schweden.
 
- "Und dann beginnt das Schönste auf der Welt - bei allem Respekt für die Frauen"
 
    Slaven Bilic [Kroaten-Trainer]
 
vor dem EM-Auftaktspiel. Also ICH habe absolut keinen Respekt vor Frauen, aber das Schönste auf der Welt geht nicht ohne sie ;-)
 
- "Angela Merkel feiert die Tore wie jemand, der nicht gewohnt ist, das zu tun - sie ist ja auch Fan von 'Energie Cottbus'."
 
    As [spanische Sportzeitung]
 
Woher kennen die Spanier Energie Cottbus? Aber wie auch immer, ich finde, der Dame sieht man generell an, dass sie nicht viel Freude hat in ihrem Leben.
 
- "Die Russen laufen schneller rückwärts als meine Spieler vorwärts"
 
    Berti Vogts [jetzt in Aserbaidschan]
 
Ich bin mir nicht ganz klar, wie er das meint, aber vermutlich könnte man das ganz genauso über die Spanier gegen die Deutschen sagen. Die kleinen iberischen Flitzer sausten vor und zurück, und unsere Jungs standen in der Mitte und guckten dumm ...
 
- "Der Verdienst Italiens war es, die Gegner gezwungen zu haben, 120 Minuten lang unter ihrem Niveau zu spielen."
 
    La Repubblica [italienische Zeitung]
 
Bei uns zu Lande sind die Spieler heilig, da würde man sowas Böses nicht schreiben, oder?
 
- "Fußball ist nicht nur Rennen, da ist ja auch ein Ball dabei."
 
    Michael Ballack [Nationalkapitän]
 
darauf angesprochen, dass er einer der fleißigsten und auch schnellsten (30,88 km/h) Läufer der EM ist, der auf dem Platz mehr Kilometer als jeder andere im DFB-Team abspult.
 
- "Jetzt muss ich mit meinen Enkeln schwimmen gehen."
 
    Josef Hickersberger [Österreich-Trainer]
 
Ein wahrhaft erschütterndes Schicksal, wenn man vom Nationaltrainer zum Opa degradiert wird. Aber, um die Dinge wieder gerade zu rücken: ist es nicht besser, mit den Enkeln zu spielen, als zu versuchen, einem Volk, das auf Skiern zur Welt kommt, das Fußballspielen beizubringen ;-)
 
- "Ich stelle immer fest, dass die Spieler früher im Bett sind, wenn die Frauen im Hotel sind"
 
    Oliver Bierhoff [Teammanager]
 
zum leidigen Thema Frauen und Sex vorm Spiel. Man muss allerdings bedenken, er redet hier von Ehefrauen, und Sex in der Ehe, das wäre ja wie Wasser in der Wüste, quasi eine Paradoxie ;-)
 
- "Männer, denkt an die drei großen A's: Abwehr, Angriff, Angagement!"
 
    Unbekannter Trainer
 
Das ist genau der Punkt. Kein Mensch verlangt von Fußballern, dass sie schreiben können. Aber sie kriegen viel Geld dafür, das verdammte Tor zu treffen. Also, ran an den Speck!
 
- "Frau Merkel hat mir gesagt, dass ich nicht wieder so eine Dummheit wie gegen Kroatien machen und so wie bei der WM spielen soll. Und wenn die Bundeskanzlerin das sagt, muss man das tun."
 
    Bastian Schweinsteiger [Deutscher Sturm-Gladiator]
 
Das ist ja fast wie im richtigen Leben. Die Dame hat zwar keine Ahnung, aber alle tun, was sie sagt. Und weil sie eh nur Sprechblasen und Zweckoptimismus verkündet, kann das ja auch nicht schaden. Wir sind Deutschland!
 
Schweini-Karikatur
 
- "So weit war es in Ordnung. Ich bin in einem schönen Hotel und bekomme immer schönes Essen."
 
    Bastian Schweinsteiger [Deutscher Sturm-Gladiator]
 
auf die Frage nach seiner zeitweiligen Sperre (rote Karte). Beim Spiel Deutschland vs Portugal war Schweini dann wieder drin, dafür hatten sie Jogi ausgesperrt. Keiner hat uns lieb!
 

Zur Sperrung (Platzverweis) von Jogi Löw:

- "Ich habe dem Jogi gesagt: 'Kannst Du dem Eierkopf mal sagen, dass er uns coachen lassen soll.'"
 
    Josef Hickersberger [Österreich-Trainer]
 
Ob der Jogi Löw dann noch eins drauf gesetzt hat, im Disput mit dem offenbar komplex-beladenen 4. Schiedsrichter, ist nicht überliefert, jedenfall wurden anschließend beide Trainer gesperrt.
 
- "Jeder kennt den Film 'Der dritte Mann'. Ich habe Bekanntschaft mit dem 'Vierten Mann' gemacht."
 
    Jogi Löw [Bundestrainer]
 
der nach einigen eher harmlosen Zusammenstößen mit einem wichtigtuerischen 4. Schiedsrichter schließlich Platzverweis bekam und auf der Tribüne Platz nehmen musste.
 
- "Auf einem Tisch in dem Raum standen schöne Dinge. Getränke, Aspirin und Baldriantropfen."
 
    Jogi Löw [Bundestrainer]
 
über seine Einzelhaft in der Glastribüne. Zeitweilig lief er hin und her wie ein Tiger im Käfig und statt Baldrian bevorzugte er Nikotin.
 
Jogi-Karikatur
 
- "Mir ist das erst aufgefallen, als Hansi Flick in der Kabine stand und die Ansprache gehalten hat."
 
    Jens Lehmann [National-Torwart]
 
Da sieht man mal, wie entbehrlich der Trainer ist. Ob er da nun selber rumfuchtelt, oder sein Stellvertreter, guckt eh keine Sau hin. Außer dem 4. Mann ;-)
 
- "Was macht die Uefa, wenn ich in Pension gehe? Darf ich dann auf meinem Sofa nicht mehr sitzen?"
 
    Josef Hickersberger [Österreich-Trainer]
 
Jogi muss jetzt erst mal gute Miene zum böse Spiel machen, aber Hickersberger kann, nach dem Ausscheiden der Österreicher, bequem weitersticheln. Ich kenne aber auch keine andere Sportart, in der Schiedsrichter ihre eigene Unfähigkeit so unverblümt mit Autoritätsmissbrauch kaschieren können und dürfen.
 
- "Wir können ja froh sein, wenn wir als Trainer eines Tages noch das Stadion betreten dürfen."
 
    Otto Rehhagel [Griechen-Trainer]
 
macht sich solidarisch mit unserem Jogi. Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen: Wir als Publikum können ja froh sein, wenn wenigstens noch die Spieler das Feld betreten dürfen. Und selbst das geht vermutlich dem einen oder anderen "Offiziellen" schon zu weit ...
 
- "Da stehen 400 Leute in grauen Anzügen - und keiner weiß, was los ist."
 
    Alfred Ludwig [Österreichischer Generalsekretär]
 
über die UEFA-Offiziellen, die zwar keine Ahnung, aber viel zu sagen haben.
 

Diverses:

- "Viele Sachen entstehen unter Druck: Öl, Diamanten ..."
 
    Oliver Bierhoff [Mannschafts-Manager]
 
... und unsere Nationalelf. Marmor Stein und Eisen bricht, aber unsere Jungens nicht ...
 
- "Oberhalb der Gürtellinie, also mental, sind die Deutschen sehr stark, unterhalb lediglich normal."
 
    Zbigniew Boniek [Polnische Fußball-Ikone]
 
Wie jetzt? Im Bett bringen's die Deutschen Spieler nicht? Kann sein, ist mir auch egal, aber woher zum Teufel weiß der Zbigniew das, und wie überhaupt soll man - mit normalmenschlicher Zunge - so einen Namen aussprechen?
 
- "Rammstein. Nicht Nena. Rammstein!"
 
    Slaven Bilic [kroatischer Trainer]
 
... auf die Frage, woran ihn die Deutsche Mannschaft erinnere. Okay, Nena wäre auch ein bisschen merkwürdig gewesen, aber Rammstein wollen wir mal als Kompliment durchgehen lassen ...
 
- "Ich habe ja nie wirklich von Liebes-Verbot gesprochen. Ich möchte im Teamcamp nur keine Prostituierten"
 
    Josef Hickersberger [Österreichischer Teamchef]
 
Warum nicht? Vermutlich hilfts ja. Schon die römischen Gladiatoren hatten Sklavinnen zu ihrer Entspannung, und unsere deutschen Jungs haben ihre blonden Spielerfrauen ;-)
 
- "Wir sind keine Portugiesen und Spanier, wir müssen für den Erfolg mehr tun."
 
    Christoph Metzelder [National-Spieler]
 
Ja, es war noch niemals leicht, ein Deutscher zu sein. Ich wäre auch lieber Latino-Lover und ließe mir die Sonne auf den Bauch scheinen, statt am Computer zu hocken ...
 
- "Wenn du über links kommst, musst du mit links einen Bananenball spielen können. Aber manche Spieler haben den linken Fuß nur zum Geld abholen."
 
    Otto (Rehhakles) Rehhagel [Griechen-Trainer]
 
Wenn das mal nur im Fußball so wäre, dann wäre die Welt ja noch in Ordnung. Aber leider gilt das im übertragenen Sinne auch für unsere Politiker und Manager, nur dass die, im Gegensatz zu unseren Fußballjungs, noch nicht mal Unterhaltungswert haben ...
 
- "Ich bin auf das Feld gelaufen, um meine Spieler davon abzuhalten, etwas Falsches zum Schiri zu sagen."
 
    Leo Beenhakker [Polen-Trainer]
 
Kein leichter Job, seine Spieler zu beaufsichtigen, manchmal benehmen die sich wirklich wie die Kinder, und dabei weiß doch jedes Kind, dass der Schiedsrichter immer recht hat. Und wenn er mal nicht recht hat, hat er trotzdem recht. Kinder, Kinder ...
 
- "Alle Mannschaften hier können Europameister werden - außer der Schweiz"
 
    Slaven Bilic [Kroatien-Trainer]
 
Die Alpenbewohner sind ja auch von vorneherein gehandycapt, weil sie nicht mit ebenen Spielfeldern klar kommen. Warum eigentlich machen wir uns Sorgen wegen der Österreicher?
 
- "Die Deutschen sind sehr von sich überzeugt. Sie haben nicht nur eine große Klappe, sie beweisen's auch."
 
    Andreas Herzog [Teammanager Österreich]
 
Sprach's vor dem Spiel Deutschland/Österreich, und sollte recht behalten. Oder ob er das anders gemeint hatte?
 
- "Ihre Gedanken, die Sie jetzt haben, die kenne ich. Ich bin viel älter als Sie. Alles, was Sie im Kopf haben, das weiß ich längst, bevor Sie es ausgesprochen haben."
 
    Otto (Rehhakles) Rehhagel [Griechen-Trainer]
 
Der alte "Rehhakles" weiß, wie man junge, übereifrige Reporter runterbügelt ;-)
 
- "Das scheint ja inzwischen Österreichs berühmteste Stadt zu sein."
 
    Franz Beckenbauer [Kaiser]
 
Gemeint ist Cordoba, eine Stadt, in der Österreich in antiker Zeit einmal ein Fußball-Spiel gewonnen hatte. Irgendwie erinnert mich das an den Klimbim-Opa mit seinem "wie damals in den Ardennen" ...
 
- "Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft."
 
    Jean-Paul Sartre
 
 
Pressemeldungen:
 
- Fernseher-Verkaufsrekord vor der EM. Im Mai wurden in Deutschland über eine halbe Million Fernseher verkauft. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 22%. Ursache natürlich die EM-Übertragungen, die zum Auslöser für die Anschaffung eines neuen, vermutlich größeren Schirms wurden". [Branchenverband Unterhaltungselektronik]
 
Tja, entweder in die Alpen reisen, oder größerer Fernseher, da blieb einem ja gar keine Wahl ;-)
 
- Uefa verschenkt ihre Fahnen. In einem Akt unbeschreiblicher Großzügigkeit hat die Uefa der Stadt Wien sämtliche dort während der EM applizierten Fahnen vermacht. Im Originalton heißt es "als Dank für die hervorragende Zusammenarbeit". [Wien | sid]
 
Noch eleganter kann man seine Altlasten kaum entsorgen. Die Uefa kassiert, der Rest kriegt, was übrig blieb ...
 
- Höchste Einschaltquote aller Zeiten knapp verpasst. Ein Sekundenbruchteile umfassender Stromausfall brachte die internationale UEFA Fernsehübertragung vollständig aus dem Tritt. Dieselgeneratoren? Haben wir nicht. Notstrom-Aggregat? Was ist das denn? Computer stürzen auch bei kurzen Stromausfällen und Schwankungen ab? Woher hätten wir das denn wissen sollen? Technische Unfähigkeit und Lodderigkeit, die einen nur noch fassungslos machen kann, verhinderte also nicht nur die ungestörte Übertragung eines wichtigen Spiels, sondern auch einen Weltrekord bei den Fernseh-Einschaltquoten. Tragisch auch fürs ZDF, denn soviele Zuschauer unter 60 wird man nie wieder haben. [clickpix]
 
Cool fand ich auch die anschließende Übernahme aus dem Schweizer Fernsehen. Wie wir alle wissen, gehen die Uhren in der Schweiz anders, und alles geht ein bisschen langsamer von Statten. So auch die Übertragung, die der realen Zeit (und dem akkustischen Kommentar) um 3 Sekunden hinterherhinkte. So wussten wir immer schon 3 Sekunden vor dem Schuss, dass ein Tor fällt. Aber so ist sie halt, die Schweiz, zuverlässig wie ein Uhrwerk, aber langsam wie ein Kuckucksuhr-Gewicht ;-)
 
- 1111 Schafen das Leben gerettet! Angesichts des schlimmen Schicksals, das die deutsche Mannschaft mit ihrem Sieg über die Türkei oben genannter Anzahl Schafen erspart hat, rückt der Einzug ins Finale, sowie die 150.000 Euro Kopfprämie völlig in den Hintergrund. Der türkische Verbandspräsident Hasan Dogan hatte seinen Spielern, kurz vor Anpfiff, dieses Schaf-Massaker (offiziell als Opferung bezeichnet) im Falle eines Sieges in Aussicht gestellt. Zunächst stand unsere Mannschaft völlig unter Schock, in der zweiten Halbzeit wurde sie sich dann aber ihrer Verantwortung bewusst, und kämpfte um das Leben der sympathischen Wolltiere. [clickpix]
 
Der deutsche Sieg war zwar nicht wirklich verdient, aber angesichts des verhinderten Gemetzels sind wir wohl alle froh darüber, auch wenn unsere Döner jetzt ersatzweise wieder mit deutschem Gammelfleisch gefüllt werden müssen ;-)
 
- Die begehrtesten Fußball-Singles Während die Jungs spielen, halten die Männer den Atem an, wenn sie danach die Trikots tauschen, tun es die Frauen. Aber in vielen Fällen gilt halt "nur gucken, nicht anfassen", sind die Spieler doch in der Regel mit irgendwelchen blonden Models verheiratet. Hier deshalb mal eine (unvollständige) Liste attraktiver Singles:
  • Fredrik Ljungberg, Schweden, 31, 1,75m - 73kg, Calvin Klein Modell.
  • Christoph Metzelder, Deutschland, 27, 1,93m - 84kg, Abitur mit 1,8.
  • Thierry Henry, Frankreich, 30, 1,88m - 83kg, eheerfahren (gut dressiert) aber geschieden.
  • Slaven Bilic, Kroatien, 39, 1,88m - 84kg, Unicef-Botschafter.
Also, werte Damen, es wimmelt nur so von Fußballern, die darauf warten, unglücklich gemacht zu werden. Ran an den Speck!
 
- Euro 2008 Hype. Die offizielle Website der Euro 2008 kann mittlerweile den milliardsten Besucher feiern. Das ist gegenüber der EM 2004 eine Steigerung um ca. 250 Prozent. Es verdeutlicht den allgemeinen Fußball-Hype. [Wien | sid]
 
So ein Quatsch, 1 Milliarde, so viele Europäer gibts ja gar nicht. Und weil ich neidisch bin, denn bei mir waren es bis jetzt nur ein paar Tausend, gebe ich hier auch nicht den Original-Link bekannt. Hierbleiben ist angesagt ;-)
 
- Türken feiern sich zu Tode. Während die Hooligans anderer Nationen den jeweiligen Gegnern die Köpfe einzuschlagen pflegen, scheinen sich die Türken bei ihren Siegesfeiern vor lauter Freude gegenseitig umzubringen. Ein Toter und 16 zum Teil schwer Verletzte sind die bisweilige Bilanz der türkischen Siegesfeiern nach dem Spiel gegen Kroatien. Der Todesfall war das Ergebnis eines verirrten Freudenschusses. [Istanbul | sid]
 
Die Türken sind ein sympathisches Volk mit vielen Stärken, aber ich glaube, das feiern müssen sie noch üben!
 
- Die Schweizer sind doch Europameister, jedenfalls beim Zugucken. Obwohl längst ausgeschieden, sind sie weiterhin mit Eifer dabei. Und beim Vorrundenspiel gegen die Türkei schaute tatsächlich jeder zweite Eidgenosse zu, Babys, Haustiere und Sehbehinderte inklusive. Das ist vorläufige Bestmarke beim EM-Fernsehkonsum. [Wien | sid]
 
Ich denke aber mal, es war von vorneherein klar, dass Alpenländler beim Fußball nix zu vermelden haben. Die sind einfach stolz, dass sie Gastgeber sein dürfen.
 
- Werberat rügt Zungenkuss-Plakat. Unter dem Slogan "Das Leben ist ein Spiel" zeigt ein Plakat einen deutschen Fußballfan beim Zungenkuss mit einer Österreicherin. Der alpenländische Werberat fordert einen sofortigen Stop dieser Kampagne. Die Darstellung könne einen Nachahmeffekt auf Kinder haben ... [Wien | dpa]
 
Wie jetzt? Haben die Sorge, dass die Kinder Zungenküsse austauschen? Oder, dass sie sich gar mit Deutschen einlassen? Oder welche andersgearteten neurotischen Phobien laufen da jetzt in den Hirnen dieses Alpenrates ab?
 
- Rekordmarke beim Pissen! Deutsche und Österreichische Fans bewiesen während des Spiel-Duells ihrer Mannschaften, dass sie, was den Bierkonsum angeht, einmalige Spitze in der Welt sind. Wenn es auch über den Bierverkauf keine zuverlässigen Statistiken gibt, das Bier muss ja irgendwo bleiben, und da waren die mobilen Toiletten mit 52.000 Litern Abwasser unbestechlicher Messpegel, der nun von anderen Nationen erstmal getoppt werden muss. [Wien | sid]
 
Interessante mathematische Herausforderung, aus dem Abwasser jetzt den Bierverbrauch zurückzuberechnen. Da muß zunächst mal die Spülung abgezogen werden, statistische Nichtspüler mit einberechnet werden, allgemeine Körperverdunstung dann wieder addiert werden, etwaige (völlig unzünftige) Nicht-Alkoholgetränke subtrahiert werden, und heraus kommt dann eine wie auch immer geartete, eigentlich völlig wertlose Zahl ...
 
- III. Reich Hymne im Schweizer Fernsehen. Ein peinlicher Faux Pas passierte während des Duells Österreich gegen Deutschland beim Schweizer Fernsehen. In den Untertiteln wurde die - in Deutschland verbotene - erste Strophe eingeblendet. [Bern | sid]
 
Davon abgesehen, dass ich das ganze Gewese um die erste Strophe übertrieben finde, kann das doch eigentlich kein Versehen gewesen sein, denn normaler Weise dürfte sich diese Zeilen gar nicht in offiziell genutzten Archiven befinden. Wirklich peinlich bzw. auch witzig wäre aber gewesen, wenn man versehentlich die DDR-Hymne gespielt hätte, was ja auch schon vorgekommen ist.
 
- Reporter droht mit Bombe! Offenbar todernst nahm ein deutscher Journalist seine EM-Berichterstattung. Um trotz Verspätung noch seinen Flug nach Wien zu kriegen, verzögerte er kurzerhand den Start durch eine telefonische Bombendrohung. Anhand seines Handys konnte er dann überführt werden. [dpa]
 
Ein bisschen Tricksen gehört zum Handwerk, aber sowas mit dem Handy zu machen, das grenzt nicht an, sondern IST grenzenlose Dummheit. Und schlechter Stil sowieso ...
 
- Lukas Podolski wird ausgebürgert, jedenfalls wenn es nach dem Willen von Miroslaw Orzechowski geht, seines Zeichens Vorstandsmitglied der national-katholischen polnischen Partei LPR ("Liga polnischer Familien"). Auf solchen Vaterlandsverrat wie ihn der gebürtige Pole Podolski beging, könne nur mit Aberkennung der polnischen Staatsbürgerschaft reagiert werden. Das Problem dabei ist nur, unser "Poldi" hat eh keinen polnischen Pass ;-) [clickpix]
 
'Mein Poldi, Dein Poldi, Poldi ist für uns alle da!
 
Siehe auch WM 2006
 
 
 
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